Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version 1.3. - gültig ab 01.09.2023

1. Allgemeine Bestimmungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") der LXinstruments GmbH ("LX"), gelten für alle Verträge zur Lieferung von Waren, Software und Systemlösungen („Waren“), die ein Unternehmen („Auftraggeber“) mit der LX abschließt. Sie gelten auch bei automatisierter Bestellung im Internetshop. Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Sie gelten nur insoweit, als LX ihnen ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Private Endverbraucher werden durch LX nicht beliefert.

An Kostenvoranschlägen, Zeichnungen und anderen Unterlagen (Unterlagen) behält sich LX seine eigentums- und urheberrechtlichen Verwertungsrechte uneingeschränkt vor. Die Unterlagen dürfen Dritten nur nach vorheriger Zustimmung durch LX zugänglich gemacht werden und sind, wenn der Auftrag an LX nicht erteilt wird, auf Verlangen unverzüglich zurückzugeben oder zu vernichten. Dies gilt entsprechend für Unterlagen des Auftraggebers; diese dürfen jedoch solchen Dritten zugänglich ge­macht werden, denen LX zulässigerweise (Teil-)Lieferungen oder Leistungen übertragen will oder hat.

An Standardsoftware hat der Auftraggeber das nicht ausschließliche Recht zur Nutzung mit den ver­ein­barten Leistungsmerkmalen in unveränderter Form auf den vereinbarten Geräten. Der Auftrag­ge­ber darf ohne ausdrückliche Vereinbarung Sicherungskopien herstellen.

Teillieferungen sind zulässig, soweit sie dem Auftraggeber zumutbar sind.

2. Exportkontrolle, Datenweitergabe

Zur Einhaltung nationaler, europäischer oder internationaler Vorschriften, ist LX u.U. verpflichtet, zu prüfen und Aufzeichnungen darüber zu führen, wo und zu welchem Zweck die beauftragten Waren verwendet werden. Dies kann ebenso notwendig sein zur Einhaltung von geltenden Exportkontrollregelungen von Zulieferern (insbesondere USA).
Je nach Sicherheitsstufe, Ursprung des Produkts und Nutzungszweck kann hierfür z.B. eine Endverbleibserklärung (EUS), wie das Formblatt BIS-711, oder auch eine vollständige ITAR Prozedur nötig sein.
In solchen Fällen sind die gelieferten Waren gem. dieser Vorschriften zu behandeln. Insbesondere gelten sämtliche Ausschlüsse von oder Vorgaben für einen eventuellen Weiterverkauf oder Re-export. Gemäß EU-Dual-Use Verordnung und US-Exportkontrolle kann eine Weiterleitung verboten sein. Dies liegt außerhalb unseres Haftungsbereichs und stellt auch keinen Mangel dar.
Verzögerungen durch fehlende oder unvollständige kundenseitige Bearbeitung solcher Vorschriften führt regelmäßig zu Verzögerungen in der Lieferung. Diese können LX nicht angelastet werden. LX behält sich vor, Aufträge, die diesen Voraussetzungen nicht entsprechen, negativ geprüft werden oder kundenseitig schleppend oder falsch bearbeitet werden, auch nachträglich abzulehnen bzw. zu stornieren.
Die Datenweitergabe auch an Hersteller ist in den vorstehend beschriebenen oder vergleich-baren Fällen auch ohne expliziten Hinweis durch den Auftraggeber genehmigt, auch um eine Prüfung durch den Zulieferer nach lokalen Gesetzen und Verordnungen zu ermöglichen. Eine Datenweitergabe wird teilweise auch bereits zum Zeitpunkt der Angebotsanfrage eines Kunden verlangt. In diesen Fällen ist LX von den Verpflichtungen der DSGVO bzw. der abgeleiteten nationalen Gesetzgebung zur Bearbeitung der Anfrage oder des Auftrags befreit.

3. Vertragsschluss

Die Konditionen für Waren von LX sind freibleibend und unverbindlich. Die Darstellung von Waren im Internetshop stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern ein unverbindliches Angebot an den Kunden, zu bestellen bzw. ein schriftliches Angebot anzufordern.
Die Abbildung der Produkte im Internetshop kann von ihrem tatsächlichen Aussehen (Farbe, Größe etc.) abweichen. Technische Änderungen sowie Änderungen in Form, Farbe und/oder Gewicht bleiben im Rahmen des Zumutbaren vorbehalten.
Trotz aller Sorgfalt kann es bei der Erstellung der Beschreibungen im Internetshop oder bei der Erstellung eines Angebots zu Schreibfehlern oder missverständlichen Formulierungen kommen. Es wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, dass speziell auch die Hersteller-Datenblätter und Beschreibungen mit dem Angebot zu vergleichen sind. Diese werden dem Angebot beigefügt oder finden sich auf der Webseite bzw. im Internetshop oder werden auf der Herstellerseite verlinkt. Widersprüche müssen LX zwingend zur Kenntnis gebracht bzw. mit dem Hersteller geklärt werden. Die einfache Annahme einer Lesart ist ausgeschlossen.

4. Preise und Zahlungsbedingungen

Die Preise verstehen sich ab Werk ausschließlich Verpackung, Versand, Versicherung zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
Hat LX die Aufstellung oder Montage übernommen und ist nichts anderes vereinbart, so trägt der Auftraggeber neben der vereinbarten Vergütung alle erforderlichen Nebenkosten, wie Reisekosten, Kosten für den Transport des Handwerkszeugs und des persönlichen Gepäcks sowie Auslösungen.
Zahlungen sind frei Konto LX zu leisten. Der Auftraggeber kann nur mit solchen Forderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.
Bei Vertragsschluss über den Internetshop werden verschiedene Zahlungswege vorgeschlagen. Bei Auswahl eines Zahlungsweges gelten ausschließlich für die Zahlung zusätzlich die jeweiligen AGB des Zahlungsweganbieters.

5. Eigentumsvorbehalt

Die Gegenstände der Lieferungen (Vorbehaltsware) bleiben Eigentum von LX bis zur Erfüllung sämtlicher ihr gegen den Auftraggeber aus der Geschäftsverbindung zustehenden Ansprüche. Soweit der Wert aller Sicherungsrechte, die LX zustehen, die Höhe aller gesicherten Ansprüche um mehr als 20% übersteigt, wird LX auf Wunsch des Auftraggebers einen entsprechenden Teil der Sicherungsrechte freigeben.
Während des Bestehens des Eigentumsvorbehalts ist dem Auftraggeber eine Verpfändung oder Sicherungsübereignung untersagt. Eine Weiterveräußerung durch Wiederverkäufer im gewöhnlichen Geschäftsgang ist nur unter der Bedingung gestattet, dass der Wiederverkäufer seinem Kunden gegenüber den Eigentumsvorbehalt sicherstellt. Eine Weiterveräußerung an Finanzinstitute oder Leasinggesellschaften o.ä. ist nur unter der Bedingung gestattet, dass die schuldbefreiende Zahlung durch das Finanzinstitut oder die Leasinggesellschaft direkt an LX erfolgt.

Bei Pfändungen, Beschlagnahmen oder sonstigen Verfügungen oder Eingriffen Dritter hat der Auftraggeber LX unverzüglich zu benachrichtigen. Bei schuldhaftem Verstoß des Auftraggebers gegen wesentliche Vertragspflichten, insbesondere bei Zahlungsverzug, ist LX nach Mahnung zur Rücknahme berechtigt; der Auftraggeber ist zur Herausgabe verpflichtet. In der Rücknahme bzw. der Geltendmachung des Eigentumsvorbehaltes oder der Pfändung der Vorbehaltsware durch LX liegt kein Rücktritt vom Vertrag, es sei denn, LX hätte dies ausdrücklich erklärt.

6. Fristen für Lieferungen und Verzug

Die Einhaltung der vereinbarten Fristen für Lieferungen setzt den rechtzeitigen Eingang sämtlicher vom Auftraggeber zu liefernden Unterlagen, erforderlichen Genehmigungen und Freigaben, insbesondere von Plänen, sowie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen und sonstigen Verpflichtungen durch den Auftraggeber voraus. Werden diese Vorraussetzungen nicht rechtzeitig erfüllt, so verlängern sich die Fristen angemessen, dies gilt nicht, wenn LX die Verzögerung zu vertreten hat.
Ist die Nichteinhaltung der Fristen auf höhere Gewalt, z.B. Mobilmachung, Krieg, Aufruhr, behördliche Anordnungen oder ähnliche Ereignisse, z.B. Streik, Aussperrung zurückzuführen, verlängern sich die Fristen angemessen. Dies gilt auch bei entsprechenden Ereignissen bei Zulieferern, ohne die eine Lieferung seitens LX nicht möglich ist.

Kommt LX in Verzug, kann der Auftraggeber - sofern er glaubhaft macht, dass ihm hieraus ein Schaden entstanden ist - eine Entschädigung für jede vollendete Woche des Verzuges von je 0,2% insgesamt jedoch höchstens 2% des Preises für den Teil der Lieferungen verlangen, der wegen des Verzuges nicht in zweckdienlichen Betrieb genommen werden konnte.
Entschädigungsansprüche des Auftraggebers, die über die hier genannten Grenzen hinaus-gehen, sind in allen Fällen verspäteter Lieferung, auch nach Ablauf einer LX etwa gesetzten Nachfrist, ausgeschlossen. Dies gilt nicht, soweit in Fällen des Vorsatzes oder der groben Fahrlässigkeit zwingend gehaftet wird; eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Auf-traggebers ist hiermit nicht verbunden. Das Recht des Auftraggebers zum Rücktritt nach frucht-losem Ablauf einer der LX gesetzten Nachfrist bleibt unberührt.

Werden Versand oder Zustellung auf Wunsch des Auftraggebers um mehr als einen Monat nach Anzeige der Versandbereitschaft verzögert, kann dem Auftraggeber für jeden angefangenen Monat Lagergeld in Höhe von 0,5% des Preises der Gegenstände der Lieferungen, höchstens jedoch insgesamt 5% berechnet werden. Der Nachweis höherer oder niedrigerer Lagerkosten bleibt den Vertragsparteien unbenommen.

7. Gefahrübergang

Die Gefahr geht auch bei frachtfreier Lieferung wie folgt auf den Auftraggeber über:
Bei Lieferungen ohne Aufstellungen oder Montage bei Bereitstellung der Ware zur Abholung (Incoterms EXW). Auf Wunsch und Kosten des Auftraggebers werden Lieferungen durch LX zum Versand gebracht und gegen die üblichen Transportrisiken versichert. LX wird hierfür im Auftrag des Auftraggebers tätig, der Gefahrübergang ändert sich hierdurch nicht.
Bei vereinbarter Lieferung mit Aufstellung oder Montage erfolgt der Risikoübergang spätestens am Tage der Übernahme im Kundenbetrieb.
Wenn der Versand, die Zustellung, der Beginn, die Durchführung der Aufstellung oder Montage oder die Übernahme im Kundenbetrieb aus vom Auftraggeber zu vertretenden Gründen verzögert wird, oder der Auftraggeber aus sonstigen Gründen in Annahmeverzug kommt, so geht die Gefahr mit Eintreten des Verzugs auf den Auftraggeber über.

8. Aufstellung und Montage

Für die Aufstellung und Montage gelten, soweit nichts anderes schriftlich vereinbart ist, folgende Bestimmungen:

  1. Der Auftraggeber hat auf seine Kosten zu übernehmen und rechtzeitig zu stellen:
    • alle Erd-, Bau- und sonstigen branchenfremden Nebenarbeiten einschließlich der dazu be­nö­tigten Fach- und Hilfskräfte, Baustoffe und Werkzeuge,
    • die zur Montage und Inbetriebsetzung erforderlichen Bedarfsgegenstände und –stoffe wie Gerüste, Hebezeuge und andere Vorrichtungen, etc.,
    • Energie, Druckluft und Wasser an der Verwendungsstelle einschließlich der Anschlüsse, Heizung, Beleuchtung und Telefon-/Internetanschluss,
    • bei der Montagestelle für die Aufbewahrung der Maschinenteile, Apparaturen, Materialien, Werkzeuge usw. genügend große, geeignete, trockene und verschließbare Räume und für das Montagepersonal angemessene Arbeits- und Aufenthaltsräume einschließlich den Umständen angemessener sanitärer Anlagen; im übrigen hat der Auftraggeber zum Schutz des Besitzes von LX und des Montagepersonals auf der Baustelle die Maßnahmen zu treffen, die er zum Schutze des eigenen Besitzes ergreifen würde,
    • Schutzkleidung und Schutzvorrichtungen, die infolge besonderer Umstände der Montage­stel­le erforderlich sind
  2. Vor Beginn der Montagearbeiten hat der Auftraggeber die nötigen Angaben über die Lage ver­deckt geführter Strom-, Gas-, Wasserleitungen oder ähnlichen Anlagen sowie die erforderlichen sta­tischen Angaben unaufgefordert zur Verfügung zu stellen. Er hat insbesondere auch rechtzeitig über notwendige Schutzmaßnahmen zu informieren und, wenn notwendig, zu schulen.
  3. Vor Beginn der Aufstellung oder Montage müssen sich die für die Aufnahme der Arbeiten er­for­der­lichen Beistellungen und Gegenstände an der Aufstellungs- oder Montagestelle befinden und alle Vorarbeiten vor Beginn des Aufbaues so weit fortgeschritten sein, dass die Aufstellung oder Montage vereinbarungsgemäß begonnen und ohne Unterbrechung durchgeführt werden kann. Anfuhrwege und der Aufstellungs- oder Montageplatz müssen geebnet und geräumt sein.
  4. Verzögern sich die Aufstellung, Montage oder Inbetriebnahme durch nicht von LX zu vertre­ten­de Umstände, so hat der Auftraggeber in angemessenem Umfang die Kosten für Wartezeit und zu­sätz­lich erforderliche Reisen von LX oder des Montagepersonals zu tragen.
  5. Der Auftraggeber hat LX die Dauer der Arbeitszeit des Montagepersonals sowie die Beendigung der Aufstellung, Montage oder Inbetriebnahme unverzüglich zu bescheinigen.
  6. Verlangt LX nach Fertigstellung die Abnahme der Lieferung, so hat sie der Auftraggeber inner­halb von zwei Wochen vorzunehmen. Geschieht dies nicht, so gilt die Abnahme als erfolgt. Die Ab­nah­me gilt gleichfalls als erfolgt, wenn die Lieferung - gegebenenfalls nach Abschluss einer ver­ein­bar­ten Testphase - in Gebrauch genommen worden ist.
  7. 9. Entgegennahme

    Lieferungen sind auch, wenn sie unerhebliche Mängel aufweisen, vom Auftraggeber entgegen- und abzunehmen.

    10. Gewährleistung

    Für Mängel, zu denen auch das Fehlen zugesicherter Eigenschaften gehört, haftet LX wie folgt:

    1. Alle diejenigen Teile oder Leistungen sind nach Wahl von LX unentgeltlich nachzubes­sern, neu zu liefern oder neu zu erbringen, deren Brauchbarkeit innerhalb von 12 Monaten - ohne Rücksicht auf die Betriebsdauer - vom Tage des Gefahrübergangs an gerechnet, infolge eines vor dem Gefahrübergangs liegenden Umstandes nicht nur unerheblich beein­trächtigt ist.
    2. Gewährleistungsansprüche verjähren 12 Monate nach Mitteilung der Rüge; diese ist LX unverzüglich schriftlich anzuzeigen.
    3. Bei Mangelrügen dürfen Zahlungen des Auftraggebers in einem Umfang zurückgehalten werden, die in einem angemessenen Verhältnis zu den aufgetretenen Mängeln stehen. Gehört der Vertrag zu einem Betrieb eines Handelsgewerbes, kann der Auftraggeber Zahlungen nur zurückhalten, wenn eine Mängelrüge geltend gemacht wird, über deren Berechtigung kein Zweifel bestehen kann.
    4. Zur Mängelbeseitigung ist LX angemessene Zeit und Gelegenheit zu gewähren. Wird ihr diese verweigert, ist sie insoweit von der Gewährleistung befreit.
    5. Wenn LX eine ihr gesetzte, angemessene Nachfrist verstreichen lässt, ohne den Mangel zu be­heben, kann der Auftraggeber Herabsetzung der Vergütung (Minderung) verlangen.
    6. Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf natürliche Abnutzung oder Schäden, die nach dem Gefahrübergang infolge fehlerhafter oder nachlässiger Behandlung, übermäßiger Beanspruchung, un­geeigneter Betriebsmittel, mangelhafter Bauvorbereitung oder die aufgrund besonderer äußerer Einflüsse entstehen, die nach dem Vertrag nicht vorausgesetzt sind, sowie auf nicht reproduzierbare Softwarefehler. Werden vom Auftraggeber oder von Dritten unsachgemäß Än­de­rungen oder Instandsetzungsarbeiten vorgenommen, so besteht für diese und die daraus ent­ste­hen­den Folgen keine Gewährleistung.
    7. Die Gewährleistungsfrist beträgt für Nachbesserungen, Ersatzlieferungen oder Ersatz­leistungen 6 Monate; sie läuft mindestens bis zum Ablauf der ursprünglichen Gewähr­leistungs­frist für den Lie­fer­gegenstand. Soweit gesetzlich verpflichtend verlängert sie sich für diejenigen Teile, die wegen der Unterbrechung nicht zweck­dien­lich betrieben werden können, um die Dauer der Betriebsunterbrechung, die durch die Nach­bes­se­rung, Ersatzlieferung oder Ersatzleistung verursacht wird.
    8. Die in den Nummern 1, 2 und 7 genannten Fristen gelten nicht, soweit nicht aus­schließ­bare, gesetzliche längere Fristen gelten.
    9. Weitere Gewährleistungsansprüche des Auftraggebers gegen LX und ihre Erfüllungs­gehilfen sind - soweit nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben - ausgeschlossen; Art. 11 (sonstige Haftung) bleibt jedoch unberührt.

    11. Gewerbliche Schutzrechte und Urheberrechte

    Sofern ein Dritter wegen der Verletzung eines gewerblichen Schutzrechtes oder Urheber­rechtes (im folgenden: Schutzrechte) durch LX gelieferte, vertragsmäßig genutzte Produkte gegen den Auftrag­geber berechtigte Ansprüche erhebt, haftet LX gegenüber dem Auftraggeber wie folgt:

    LX wird nach ihrer Wahl auf ihre Kosten entweder ein Nutzungsrecht für das Produkt erwir­ken, das Produkt so ändern, dass das Schutzrecht nicht verletzt wird, oder das Produkt austau­schen. Ist dies LX nicht zu angemessenen Bedingungen möglich, kann das Produkt gegen Erstat­tung des Kaufpreises zurückgenommen werden.

    Die vorstehend genannten Verpflichtungen von LX bestehen nur dann, wenn der Auftraggeber LX über die vom Dritten geltend gemachten Ansprüche unverzüglich schriftlich verständigt, ei­ne Ver­letzung nicht anerkennt und LX alle Abwehrmaßnahmen und Vergleichsverhandlungen vorbe­hal­ten bleiben. Stellt der Auftraggeber die Nutzung des Produkts aus Schadensminderungs- oder sonsti­gen wichtigen Gründen ein, ist er verpflichtet dem Dritten gegenüber darauf hinzuweisen, dass mit der Nutzungseinstellung kein Anerkenntnis einer Schutzrechtsverletzung verbunden ist.

    Ansprüche des Auftraggebers sind ausgeschlossen, soweit er die Schutzrechtsverletzung zu ver­tre­ten hat.

    Ansprüche des Auftraggebers sind ferner ausgeschlossen, soweit die Schutzrechtsverletzung durch spezielle Vorgaben des Auftraggebers, durch eine von LX nicht voraussehbare Anwendung oder da­durch verursacht wird, dass das Produkt vom Auftraggeber verändert oder zusammen mit nicht von LX gelieferten Produkten eingesetzt wird.

    Weitergehende Ansprüche gegen LX sind ausgeschlossen. Art. 12 (sonstige Haftung) bleibt jedoch ebenso unberührt wie das Recht auf Minderung.

    12. Selbstbelieferungsvorbehalt , Unmöglichkeit, Vertragsanpassung

    Kommt es nach Vertragsabschluss zu einer nicht durch LX verschuldeten, dauerhaften Störung, z.B. durch Nichtbelieferung durch Zulieferer, ist LX zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Dies gilt auch, wenn die Ursache bereits vor Vertragsabschluss eingetreten, aber LX nicht bekannt war. In diesen Fällen wird der Auftraggeber schnellstmöglich benachrichtigt und etwaige bereits erbrachten Leistungen werden zurückerstattet. Dies berechtigt nicht zu einem Schadensersatz.

    Sollte infolge zwingender gesetzlicher Regelungen doch ein Schadens­er­satz­anspruch des Auftraggebers bestehen, beschränkt sich dieser auf maximal 10% des Wertes desjenigen Teils der Lieferung, der wegen der Unmöglichkeit nicht in zweckdienlichen Betrieb genommen werden kann. Dies gilt nicht, soweit in Fäl­len des Vorsatzes, der groben Fahrlässigkeit oder des anfänglichen Unvermögens zwingend ge­haf­tet wird; eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Auftraggebers ist hiermit nicht ver­bun­den. Das Recht des Auftraggebers zum Rücktritt vom Vertrag bleibt unberührt.

    Sofern unvorhersehbare Ereignisse im Sinne von Art. 4 Nr. 2 die wirtschaftliche Bedeutung oder den Inhalt der Lieferung erheblich verändern oder auf den Betrieb von LX erheblich einwirken, wird der Vertrag unter Beachtung von Treu und Glauben angemessen angepasst. Soweit dies wirtschaft­lich nicht vertretbar ist, steht LX das Recht zu, vom Vertrag zurückzutreten. Will LX von diesem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, so hat sie dies nach Erkenntnis der Tragweite des Ereignisses un­ver­züglich dem Auftraggeber mitzuteilen, und zwar auch dann, wenn zunächst mit dem Auf­trag­ge­ber eine Verlängerung der Lieferzeit

    13. Sonstige Haftung

    Schadensersatzansprüche des Auftraggebers, gleich aus welchem Rechtsgrund, insbesondere aus po­sitiver Forderungsverletzung, aus der Verletzung von Pflichten bei Vertragsverhandlungen und aus unerlaubter Handlung, sind ausgeschlossen. Dies gilt nicht, soweit z.B. nach dem Produkt­haftungs­ge­setz oder in Fällen des Vorsatzes, bei grober Fahrlässigkeit, des Fehlens zugesicherter Eigen­schaf­ten oder der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten zwingend gehaftet wird.
    Der Schadensersatz für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist jedoch auf den vertragstypischen, vorherseh­ba­ren Schaden begrenzt, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Eine Änderung der Be­weislast zum Nachteil des Auftraggebers ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.

    14. Gerichtsstand

    Alleiniger Gerichtsstand ist, wenn der Auftraggeber Kaufmann ist, bei allen aus dem Vertrags­ver­hält­nis mittelbar oder unmittelbar sich ergebenden Streitigkeiten nach Wahl von LX der Hauptsitz oder die Niederlassung von LX. Für die vertraglichen Beziehungen gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

    15. Verbindlichkeit des Vertrags

    Der Vertrag bleibt auch bei rechtlicher Unwirksamkeit einzelner Punkte in seinen übrigen Teilen ver­bindlich. Das gilt nicht, wenn das Festhalten an dem Vertrag eine unzumutbare Härte für eine Partei darstellen würde.

    16. Änderungsstatus

    Version Änderung Autor Datum
    1.0 Grundversion aus ZVEI abgeleitet Diederich 01.03.2003
    1.1 Kleinere Anpassungen Blaschke 01.09.2003
    1.2 Aktualisierung Blaschke 01.09.2006
    1.3 Grundlegende Überarbeitung, Umbenennung Blaschke 01.09.2023